Immobilienmakler Ausbildung für Quereinsteiger

Erfahren Sie, wie der Quereinstieg als Immobilienmakler gelingt – von Voraussetzungen über Ausbildungsmöglichkeiten bis zu Karrierechancen.

Als Quereinsteiger können Sie ohne klassische Ausbildung in die Branche wechseln, wenn Sie fundierte Marktkenntnisse, Verkaufstalent und Empathie mitbringen; wichtig ist die Maklerzulassung nach § 34c GewO, da sonst rechtliche Risiken drohen. Der Job bietet hohe Verdienstchancen durch Provisionen, zugleich ist er von starker Konkurrenz und einkommensabhängiger Unsicherheit geprägt. Planen Sie gezielte Fortbildungen, ein starkes Marketing und den Aufbau eines Netzwerks, um langfristig erfolgreich zu sein.

Die Immobilien-Makler-Akademie begleitet Quereinsteiger mit praxisnahen Lehrgängen, Online-Kursen und anerkannten Zertifikaten auf ihrem Weg in eine erfolgreiche Karriere als Immobilienmakler.

Der Immobilienmarkt und seine Chancen

Überblick über den Immobilienmarkt

Aktuell prägen regionale Unterschiede den Markt: in Ballungsräumen wie Berlin, München und Hamburg herrscht hohe Nachfrage, während periphere Regionen günstigere Preise und bessere Einstiegschancen bieten. Mit rund 83 Millionen Einwohnern und fortschreitender Urbanisierung bleibt Wohnraum knapp, insbesondere in A‑Lagen. Renditen variieren stark (bruttoanfangsrenditen oft zwischen 2–5 %). Für Sie als Quereinsteiger bedeutet das konkret: gezielte Marktanalysen und Lagekunde entscheiden über Erfolg und Ihre Maklerprovision.

Bedeutung von Immobilien in der Wirtschaft

Immobilien sind ein zentraler Wirtschaftssektor, der Bauwirtschaft, Finanzierung und Anlageverhalten beeinflusst; sie bündeln Kapital und stabilisieren Portfolios. Steigende Hypothekenzinsen (nach 2022 auf etwa 3–4 %) verteuern Finanzierungen und verändern Käuferverhalten nachhaltig. Für Sie heißt das: Sie beraten nicht nur zur Immobilie, sondern auch zur Finanzierungsstruktur und Risikoabschätzung.

Konkrete Chancen ergeben sich durch Energiesanierung (GEG‑Vorgaben) und Förderprogramme wie KfW‑Kredite, die Wertsteigerungen ermöglichen. Außerdem öffnen PropTech‑Tools und digitale Vermarktungskanäle neue Kundengruppen. Wenn Sie Kunden über Fördermittel, Effizienzmaßnahmen und marktgerechte Preisfindung informieren, schaffen Sie als Quereinsteiger messbaren Mehrwert und Wettbewerbsvorteile.

Quereinstieg in die Immobilienbranche

Vorteile des Quereinstiegs

Als Quereinsteiger bringen Sie oft wertvolle Branchentransfers mit: Vertriebserfahrung, Design- oder Architekturverständnis und Kundenkontakt. Dadurch können Sie schneller Leads konvertieren und sich als Spezialist positionieren. Viele Quereinsteiger erzielen durch gezielte Nischenfokussierung und Networking innerhalb von 6–18 Monaten erste regelmäßige Abschlüsse; Ihr Verdienst ist direkt an erfolgreiche Provisionen gekoppelt, was schnelles Wachstum ermöglicht.

Herausforderungen für Quereinsteiger

Sie stehen vor einer steilen Lernkurve: Marktkenntnis, rechtliche Vorschriften (z. B. §34c GewO), Bewertungsstandards und ein dichtes Wettbewerbsumfeld. Besonders kritisch sind Einkommensschwankungen in den ersten Monaten und der Aufbau eines verlässlichen Kundenstamms, was Zeit und gezielte Akquise verlangt.

Praxisnah heißt das: Sie müssen sich kurzfristig Fachwissen aneignen (IHK-, IVD-Kurse), ein CRM aufbauen und erste Referenzen sammeln. Nutzen Sie Mentoring, Hospitationen bei etablierten Maklern und PropTech-Tools zur Wertermittlung. Achten Sie zudem auf rechtliche Haftungsfallen bei Exposés und Verträgen und planen Sie eine finanzielle Reserve für 6–12 Monate Ramp-up ein.

Motivation für den Wechsel

Viele wechseln, weil sie mehr Selbstbestimmung und unmittelbare Erfolgsabhängigkeit suchen: Sie schätzen die Mischung aus Verkauf, Gestaltungsfreiraum und Marktbeobachtung. Außerdem bietet die Branche für Kreative und Projektmanager attraktive Perspektiven und hohes Verdienstpotenzial durch Provisionen und Zusatzdienstleistungen.

Konkreter: Als ehemaliger Designer oder Projektleiter können Sie Ihr Portfolio nutzen, um hochwertige Objekte zu positionieren und Premiumkunden zu gewinnen. Testen Sie den Schritt nebenberuflich, besuchen Sie lokale Maklernetzwerke und absolvieren gezielte Zertifikatslehrgänge; so prüfen Sie Ihre Motivation risikominimiert und schaffen erste, belastbare Erfolge.

Voraussetzungen für die Ausbildung zum Immobilienmakler

Gesetzliche Rahmenbedingungen

Für Ihre Tätigkeit als Immobilienmakler ist in Deutschland vor allem die Maklerzulassung nach §34c GewO entscheidend: Sie beantragen diese beim Landratsamt oder Ordnungsamt und legen ein polizeiliches Führungszeugnis sowie eine Auskunft aus dem Gewerbezentralregister vor. Zudem verlangt die MaBV (§15b) Transparenzpflichten und oft der Nachweis finanzieller Zuverlässigkeit; ohne diese Unterlagen ist Ihre Tätigkeit rechtlich riskant und kann mit Bußgeldern belegt werden.

Notwendige Zertifikate und Lizenzen

Formal benötigen Sie neben §34c meist keine staatliche Ausbildung, praktisch aber Zertifikate von IHK, IVD oder anerkannten Weiterbildungsanbietern, um Vertrauen zu schaffen. Beliebt sind etwa Kurse zu Mietrecht, Immobilienbewertung und Vermarktung; ein IHK-Zertifikat erhöht Ihre Chancen bei Maklerbüros und Kunden deutlich.

Beispielsweise dauern IHK-Weiterbildungen oft 3–12 Monate berufsbegleitend und kosten zwischen €800–€3.500. Der Abschluss "Geprüfter Immobilienfachwirt (IHK)" kann 12–24 Monate dauern und empfiehlt sich, wenn Sie Führungsaufgaben anstreben; viele Anbieter wie IHK, IVD oder private Akademien bieten modulare, praxisnahe Lehrgänge an.

Alternativen zur klassischen Ausbildung

Statt einer dreijährigen Ausbildung können Sie auf Umschulungen, Fernstudien, Kurzlehrgänge oder gezielte Praxiseinsätze setzen. Viele Quereinsteiger starten im Vertrieb oder als Assistenten, absolvieren ein Fernstudium oder IHK-Kurse und sammeln 3–6 Monate Praxiserfahrung durch Praktika, um schnell Marktkenntnis und Kundenvertrauen aufzubauen.

Konkrete Alternativen sind z. B. Fernlehrgänge bei Euro-FH/ILS (Dauer meist 12–24 Monate, Kosten €1.000–€6.000), IHK-Zertifikate oder PropTech-Bootcamps (meist Wochenkurse). Diese Wege sind flexibler und oft kostengünstiger als eine klassische Ausbildung, bergen jedoch das Risiko, dass ohne langjährige Erfahrung manche Auftraggeber skeptisch bleiben.

Ausbildungswege für Quereinsteiger

Berufsausbildung zum Immobilienkaufmann

Die klassische duale Ausbildung zum Immobilienkaufmann/-frau dauert in der Regel 3 Jahre und vermittelt praxisnah Buchführung, Immobilienrecht, Objektbewertung und Vertrieb. Für Sie als Quereinsteiger bietet sie fundiertes Fachwissen und einen staatlich anerkannten Abschluss, ideal wenn Sie langfristig in leitende Rollen wollen; allerdings erfordert sie Zeit und meist reduzierte Anfangseinkommen während der Lehrzeit.

Fernstudiengänge und Online-Kurse

Berufsbegleitende Fernstudiengänge (z. B. Immobilienmanagement, Real Estate) und kurze Online-Zertifikate lassen sich flexibel neben dem Job absolvieren; sie reichen von Wochenendkursen bis zu Bachelor-/Masterprogrammen und kosten typischerweise zwischen ca. 500 und 6.000 EUR. Für Sie bedeutet das: schnelle Praxisrelevanz, ortsunabhängiges Lernen und sofort anwendbare Inhalte.

Vertiefend bieten Fernlehrgänge modulare Inhalte wie Immobilienrecht, Wertermittlung, Finanzierung, Marketing und PropTech; üblich sind 8–15 Stunden Lernaufwand pro Woche bei berufsbegleitenden Programmen, Prüfungen erfolgen online oder in Prüfungszentren. Achten Sie auf Akkreditierung und Arbeitgeberanerkennung, denn viele Anbieter unterscheiden sich stark in Qualität, Prüfungsanforderungen und Abschlussniveau.

Lehrgänge an der IHK und anderen Institutionen

IHK-Lehrgänge und Kurse von Verbänden (z. B. IVD) sind praxisorientiert, regional verfügbar und dauern meist wenige Tage bis einige Monate; sie enden mit einem zertifizierten Abschluss, der bei Arbeitgebern hoch geschätzt wird. Für Quereinsteiger sind diese Lehrgänge oft der schnellste Weg, rechtliche Grundlagen und Vertriebswissen zu erwerben.

Konkreter gesagt sind IHK- und Verbandslehrgänge häufig berufsbegleitend angelegt (typisch 2–6 Monate), kosten zwischen ca. 300 und 2.000 EUR und bieten Netzwerkmöglichkeiten mit lokalen Maklern. Sie bereiten gezielt auf praktische Aufgaben vor und können Ihnen helfen, die Anforderungen für die Maklerzulassung (§34c GewO) sowie die MaBV-relevanten Themen abzudecken.

Schlüsselqualifikationen für Immobilienmakler

Fachliche Kompetenzen

Sie brauchen fundierte Marktkenntnisse, Beherrschung von Bewertungsverfahren (Vergleichs-, Ertrags-, Sachwertverfahren), Grundbuch- und Baurechtskenntnisse sowie Basiswissen zu Finanzierung (z. B. Annuitätendarlehen, Beleihungswert). Außerdem sollten Sie die Maklerzulassung nach §34c GewO kennen, IHK-/IVD-Lehrgänge nutzen und sich mit PropTech-Tools, Exposé-Erstellung und Wirtschaftlichkeitsrechnungen sicher fühlen.

Soziale Fähigkeiten und Empathie

Sie müssen empathisch zuhören, Kundenbedürfnisse schnell erfassen und Vertrauen aufbauen; Empathie entscheidet oft über den Abschluss. Nutzen Sie aktives Zuhören, klare Sprache und respektvollen Umgang bei emotionalen Verkaufsgründen wie Trennung oder Erbschaft, um langfristige Kundenbeziehungen zu sichern.

Vertiefend sollten Sie Fragetechniken (offene Fragen, Spiegeln) und Gesprächsführung systematisch trainieren; Studien zufolge sind bis zu 70 % der Kaufentscheidungen emotional beeinflusst. Achten Sie darauf, dass fehlende Empathie Angebote scheitern lässt—eine genaue Bedürfnisanalyse spart Ihnen Zeit und erhöht Ihre Abschlussquote deutlich.

Vertriebs- und Marketingkompetenzen

Sie benötigen Fähigkeiten in digitaler Sichtbarkeit (SEO, Google Ads), Exposé-Design, Social-Media-Advertising, professionelle Fotografie/360°-Tours und CRM-gestütztes Lead-Management. Schnelle Reaktionszeiten (<24 Stunden), zielgerichtete Inserateportale (z. B. ImmoScout24) und ein klarer Follow-up-Prozess erhöhen Ihre Verkaufschancen messbar.

Praktisch heißt das: Optimieren Sie KPIs wie Anfragen‑zu‑Besichtigung (~20–30 %) und Besichtigung‑zu‑Verkauf (~10–20 %), testen Sie A/B für Anzeigen, setzen Sie ein CRM zur Lead-Verfolgung ein und kooperieren mit Finanzierungsberatern für Cross‑Referrals; so senken Sie die Verkaufsdauer und steigern Ihre Provisionserlöse.

Netzwerkaufbau und Marketingstrategien

Bedeutung von Networking im Immobiliengeschäft

Netzwerken ist für Sie als Quereinsteiger essenziell: Studien zufolge werden bis zu 70 % der Transaktionen durch persönliche Kontakte oder Empfehlungen initiiert. Pflegen Sie Beziehungen zu Eigentümern, Handwerkern, Banken und Notaren, veranstalten Sie monatliche Besichtigungen für Bestandskunden und nutzen Sie lokale Meet-ups; so generieren Sie kontinuierlich Exklusivaufträge und reduzieren Abhängigkeit von Online-Plattformen.

Online-Marketing und Social Media

Rund 80 % der Immobiliensuchen beginnen online, deshalb sollten Sie auf Portale wie ImmoScout24, Google My Business, Instagram und LinkedIn präsent sein; professionelle Exposés, virtuelle 3D-Touren und gezielte Ads erhöhen Sichtbarkeit und Leadqualität signifikant.

Praktisch empfiehlt sich eine Kombination aus SEO für lokale Suchanfragen, Facebook- und Instagram-Targeting (Radius 1–10 km, demografische Filter), LinkedIn-Posts für Investorenkontakte sowie E-Mail-Automation zur Leadpflege. Optimierte Kampagnen erreichen häufig Konversionsraten von 2–5 %; integrieren Sie ein CRM, tracken Sie Cost-per-Lead und achten Sie strikt auf DSGVO-Compliance, sonst riskieren Sie Bußgelder und Vertrauensverlust.

Traditionelle Marketingmethoden

Offline-Maßnahmen bleiben wirkungsvoll: Schilder, hochwertige Exposés, lokale Zeitungsanzeigen, Flyer in der Nachbarschaft und gut organisierte Open-House-Termine sprechen vor allem ältere Käufer und lokale Investoren an und stärken Ihren Ruf vor Ort.

Setzen Sie auf professionelle Fotografie und gedruckte Broschüren bei hochwertigen Objekten, nutzen Sie QR-Codes auf Schildern für Sofortzugriff auf Exposés und planen Sie Direktmailings mit Response-Raten von realistischen 0,5–2 %. Kooperieren Sie mit Baufirmen oder Innenarchitekten für Empfehlungsnetzwerke und denken Sie daran: Allein auf traditionelle Methoden zu setzen kann Ihre Reichweite begrenzen, kombinieren Sie daher digital und analog strategisch.

Perspektiven und Karrierechancen

Entwicklungsmöglichkeiten als Immobilienmakler

Sie können als Quereinsteiger typischerweise vom Junior-Makler über die Spezialisierung auf Wohn- oder Gewerbeimmobilien bis zur Team- oder Niederlassungsleitung aufsteigen; realistische Zeiten liegen bei 2–5 Jahren bis zur ersten Beförderung. Dabei beeinflussen Anzahl und Volumen der Abschlüsse direkt Ihr Einkommen: viele erfolgreiche Makler in Deutschland erzielen Jahresumsätze zwischen 50.000–150.000 €. Langfristig führt häufig der Weg in die Selbstständigkeit oder zur Partnerschaft in einer Agentur.

Alternative Karrierewege in der Immobilienbranche

Sie profitieren als Quereinsteiger von vielen Alternativen: Asset Management, Projektentwicklung, Property Management, Gutachtertätigkeit, Bauträger oder Rollen in PropTech‑Startups. Besonders für ehemalige Architekten und Designer öffnen sich attraktive Optionen in der Projektentwicklung und Objektaufwertung; für Tech‑Profis sind Positionen in digitalen Plattformen und Datenanalyse sehr gefragt.

Konkreter bedeutet das: Im Asset Management übernehmen Sie Portfolio‑Optimierung und Reportings, während die Projektentwicklung Finanzierung, Planung und Genehmigungsmanagement kombiniert; für die Tätigkeit als Sachverständiger/Gutachter sind meist Zusatzqualifikationen und 3–5 Jahre Branchenerfahrung erforderlich. PropTech‑Rollen honorieren Programmierkenntnisse und Datenkompetenz, Facility Management verlangt technische Betriebskenntnisse—achten Sie auf rechtliche Anforderungen und notwendige Zertifikate wie IHK‑Lehrgänge.

Zukunftstrends und Innovationen im Immobiliensektor

Sie müssen sich auf Digitalisierung, PropTech, ESG‑Kriterien und Smart‑Building‑Technologien einstellen: virtuelle Besichtigungen, datengetriebene Preisermittlung und energieeffiziente Gebäude verändern Kaufverhalten und Bewertungskriterien. Wer früh auf Digitalkompetenz und Nachhaltigkeitswissen setzt, verschafft sich einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Beispiele: Virtuelle 3D‑Tours verkürzen die Vermarktungszeit messbar, AI‑gestützte AvM‑Tools liefern erste Wertindikationen, und Banken berücksichtigen bei Finanzierungen zunehmend Energiekennwerte. Deshalb lohnt es sich für Sie, Tools wie CRM, Analytics, 3D‑Rendering und ESG‑Reporting zu beherrschen; gleichzeitig bleibt die persönliche Beratung unverzichtbar, denn Automatisierung ersetzt Routineaufgaben, nicht Vertrauen und Verhandlungsgeschick.

Fazit: Immobilienmakler-Quereinstieg

Der Quereinstieg als Immobilienmakler ist realistisch: Wenn Sie Marktkenntnisse, Empathie, Verkaufsstärke und die Maklerzulassung (§34c GewO) erwerben, steigern Sie Ihre Erfolgschancen; ergänzende Fortbildungen, professionelles Marketing und kontinuierliche Praxis sind entscheidend, damit Sie Ihre Kompetenzen gezielt einsetzen, Kunden überzeugen und nachhaltig als Makler bestehen können.

Häufige Fragen zur Immobilienmakler Ausbildung Quereinsteiger

Was brauche ich, um Immobilienmaklerin zu werden?

Um als Immobilienmaklerin tätig zu werden, benötigen Sie keine klassische Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium. Der Einstieg ist grundsätzlich auch als Quereinsteiger möglich. Wichtig ist jedoch, dass Sie über eine Gewerbeerlaubnis nach § 34c der Gewerbeordnung (GewO) verfügen. Diese Genehmigung wird von der zuständigen Behörde, meist dem Gewerbe- oder Ordnungsamt, erteilt. Voraussetzungen sind unter anderem ein einwandfreies Führungszeugnis, geordnete Vermögensverhältnisse und die Zahlung einer Verwaltungsgebühr. Darüber hinaus empfiehlt es sich, eine fundierte Ausbildung oder Weiterbildung im Bereich Immobilien zu absolvieren – etwa über Fernlehrgänge, IHK-Zertifikatslehrgänge oder spezialisierte Akademien. So erwerben Sie Fachkenntnisse in den Bereichen Immobilienbewertung, Vertragsrecht, Kundenkommunikation und Marketing. Kontinuierliche Fortbildung ist gesetzlich vorgeschrieben: Nach der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) müssen Immobilienmakler mindestens 20 Weiterbildungsstunden innerhalb von drei Jahren nachweisen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum Makler?

Die klassische Ausbildung zur Immobilienkauffrau bzw. zum Immobilienkaufmann dauert in der Regel drei Jahre. Sie erfolgt im dualen System, das heißt: Sie lernen sowohl theoretische Inhalte in der Berufsschule als auch praktische Abläufe im Ausbildungsbetrieb. Während der Ausbildung werden Themen wie Grundstücksrecht, Finanzierung, Gebäudeverwaltung, Marketing und Vertragsgestaltung behandelt. Wer bereits über eine Vorbildung verfügt oder sehr gute Leistungen zeigt, kann die Ausbildung um bis zu sechs Monate verkürzen.Für angehende Makler, die nicht den Weg der klassischen Ausbildung gehen möchten, stehen außerdem kürzere Lehrgänge und Online-Schulungen zur Verfügung, die meist zwischen wenigen Wochen und mehreren Monaten dauern und gezielt auf den Erwerb der Maklererlaubnis vorbereiten.

Wie viel Geld verdient ein Makler?

Das Einkommen eines Immobilienmaklers hängt stark von Erfahrung, Standort, Spezialisierung und Marktlage ab. Laut aktuellen Gehaltsdaten liegt das monatliche Bruttogehalt im unteren Quartil bei rund 3.400 Euro, während erfolgreiche Makler im oberen Quartil bis zu 5.900 Euro oder mehr verdienen können. In großen Städten und bei exklusiven Immobilienobjekten sind jedoch auch deutlich höhere Provisionen möglich. Wichtig ist zu verstehen, dass Makler in der Regel erfolgsabhängig bezahlt werden. Die Vergütung erfolgt über eine Provision, die nach erfolgreichem Abschluss eines Kauf- oder Mietvertrags gezahlt wird. Dadurch schwankt das Einkommen, kann bei erfahrenen und gut vernetzten Maklern aber sehr attraktiv ausfallen.

Ist es schwer, Immobilienmakler zu werden?

Der Beruf des Immobilienmaklers ist grundsätzlich für viele zugänglich, aber der Erfolg hängt stark von persönlichem Engagement, Fachwissen und sozialer Kompetenz ab. Da es keine gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung gibt, kann sich theoretisch jeder mit einer § 34c-Erlaubnis selbstständig machen. Doch um wirklich erfolgreich zu werden, braucht es mehr: fundierte Marktkenntnisse, Kommunikationsstärke, Organisationstalent und ein hohes Maß an Eigenmotivation.Viele unterschätzen die Komplexität der Aufgaben – von der Objektakquise über die Wertermittlung bis hin zur rechtssicheren Vertragsgestaltung. Daher ist eine qualifizierte Weiterbildung, etwa über spezialisierte Akademien oder IHK-Lehrgänge, ein entscheidender Erfolgsfaktor, um langfristig am Markt bestehen zu können.

Wie werde ich am schnellsten Immobilienmakler?

Wenn Sie möglichst schnell in die Immobilienbranche einsteigen möchten, ist der Weg über die Selbstständigkeit mit der Maklererlaubnis nach § 34c GewO der effektivste. Diese kann nach einer behördlichen Prüfung und Vorlage der notwendigen Nachweise beantragt werden. Parallel dazu empfiehlt es sich, eine kompakte Online-Weiterbildung oder einen Intensivkurs zu absolvieren, um rechtliches und fachliches Wissen aufzubauen. Zudem sollten Sie sich frühzeitig ein berufliches Netzwerk aufbauen, beispielsweise über lokale Maklerverbände oder Online-Plattformen. Durch die Kombination aus rechtlicher Zulassung, Weiterbildung und aktivem Networking können Sie innerhalb weniger Monate professionell als Immobilienmakler tätig werden.

Welcher Abschluss ist für einen Immobilienmakler am besten geeignet?

Es gibt keinen zwingend vorgeschriebenen Schulabschluss für den Beruf des Immobilienmaklers. Dennoch profitieren Bewerber mit einer soliden wirtschaftlichen oder kaufmännischen Ausbildung deutlich. Besonders empfehlenswert sind Studiengänge oder Weiterbildungen in den Bereichen Betriebswirtschaft, Immobilienmanagement, Finanzen oder Marketing.Diese Fachrichtungen vermitteln analytisches Denken, rechtliche Kenntnisse und unternehmerisches Verständnis – alles Schlüsselqualifikationen für eine erfolgreiche Maklertätigkeit. Auch Kenntnisse in Psychologie und Kommunikation sind hilfreich, da der Beruf stark vom zwischenmenschlichen Umgang lebt.

Wie viel kostet es, Immobilienmakler zu werden?

Die Kosten für den Einstieg in den Maklerberuf variieren je nach gewähltem Weg. Eine fundierte Basisausbildung kostet in der Regel zwischen 1.500 und 2.500 Euro. Hinzu kommen Verwaltungsgebühren für die Beantragung der § 34c-Erlaubnis, die je nach Behörde zwischen 300 und 1.000 Euro liegen können.Langfristig müssen Makler außerdem die gesetzlich vorgeschriebene Weiterbildungspflicht erfüllen, die 20 Stunden innerhalb von drei Jahren umfasst. Diese kann über Online-Seminare, Workshops oder E-Learning-Angebote erfolgen. Die Kosten dafür liegen meist zwischen 200 und 600 Euro. Wer zusätzlich in professionelles Marketing, Software und Networking investiert, kann mit einem höheren, aber nachhaltig lohnenden Startbudget rechnen.

Verdienen Makler viel Geld?

Erfolgreiche Immobilienmakler können ein sehr hohes Einkommen erzielen, insbesondere in wirtschaftlich starken Regionen oder bei hochpreisigen Immobilien. Während Einsteiger zunächst mit einem durchschnittlichen Einkommen starten, erreichen erfahrene Makler mit exklusiven Objekten oder Spezialisierungen auf Gewerbe- und Luxusimmobilien oft Jahresgehälter im sechsstelligen Bereich.Entscheidend sind Verkaufsvolumen, Standort, Verhandlungsgeschick und persönlicher Einsatz. Wer sich kontinuierlich weiterbildet, ein starkes Netzwerk aufbaut und kundenorientiert arbeitet, hat die besten Chancen, sich in der Spitze der Branche zu etablieren.

Sind Makler gefragt?

Ja, die Nachfrage nach qualifizierten Immobilienmaklern ist in den letzten Jahren spürbar gestiegen. Trotz digitaler Plattformen und automatisierter Bewertungsmodelle bevorzugen viele Verkäufer und Käufer weiterhin die persönliche Betreuung durch einen erfahrenen Profi. Studien zeigen, dass mittlerweile fast ein Drittel aller Eigentümer einen Makler hinzuzieht, um rechtliche und organisatorische Risiken zu vermeiden.Insbesondere in Ballungsräumen, aber auch in wachsenden Mittelstädten, wird der Bedarf an kompetenten Immobilienvermittlern weiter steigen. Denn ein professioneller Makler kann nicht nur Zeit und Aufwand sparen, sondern auch durch Marktkenntnis höhere Verkaufspreise erzielen.

Hat der Immobilienmakler Zukunft?

Definitiv. Auch wenn sich die Immobilienbranche durch Digitalisierung und Online-Plattformen verändert hat, bleibt die persönliche Expertise des Maklers unverzichtbar. Käufer und Verkäufer schätzen die individuelle Beratung, die Marktkenntnis und das Vertrauensverhältnis, das ein erfahrener Makler bietet.Die Zukunft liegt dabei in der Kombination aus technologischem Know-how und persönlicher Dienstleistung: Virtuelle Besichtigungen, digitale Exposés und KI-gestützte Preisanalysen ergänzen den klassischen Maklerberuf, machen ihn aber nicht überflüssig. Wer sich an diese Entwicklungen anpasst, moderne Tools nutzt und regelmäßig Weiterbildungen absolviert, wird auch in Zukunft erfolgreich am Markt bestehen.

Quellen:

Gehälter in der Immobilienbranche: Was Makler, Hausverwalter und Immobilienkaufleute verdienen

Der Wandel in der Welt der Immobilienmakler

Der Immobilienmakler ist tot!; Der Weg vom Makler zum Berater 2022; ISBN:9783755793434, 3755793431

Erfolgreich als Quereinsteiger; Von Stefan Rippler, Branko Woischwill · 2014; ISBN:9783658008697, 3658008695

Das Image von Immobilienmaklern: Externe und interne Branchensicht im regionalen Vergleich; Von Sandra Knopf, Katja Henze · 2012; ISBN:9783527506064, 3527506063

Immobilienmakler; Branche profitiert von Immobilienboom; Von Thomas Trares · 2013; ISBN:9783737922043, 3737922047

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