Immobilienmakler-Lehrberuf im Überblick: Ausbildung und Tätigkeiten

Alles zum Immobilienmakler-Lehrberuf: Ausbildung, Aufgaben, Spezialisierungen und Karrierechancen.

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Sie interessieren sich für eine Karriere als Immobilienmakler? Erfahren Sie hier alles Wichtige über den Lehrberuf Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau, der Sie optimal auf die vielseitigen Aufgaben in der Immobilienbranche vorbereitet. Entdecken Sie, welche Schwerpunkte Sie wählen können und wie Sie Ihre Expertise aufbauen.

Struktur und Spezialisierungen des Lehrberufs

Die Neuordnung der Ausbildung seit Mai 2020

Seit dem 1. Mai 2020 wurde der Lehrberuf Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau durch einen modernen Schwerpunktlehrberuf ersetzt. Diese Neuerung trägt den aktuellen Anforderungen des Marktes Rechnung und bietet Ihnen eine zielgerichtete Ausbildung.

Differenzierung zwischen Bauträger, Makler und Verwalter

Ihre Ausbildung gliedert sich heute in drei spezifische Schwerpunkte: Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau mit Fokus auf Bauträger, Makler oder Verwalter. Sie wählen den Bereich, der Ihren Interessen am besten entspricht.

Dieser strukturierte Ansatz ermöglicht es Ihnen, sich von Beginn an auf einen spezifischen Bereich der Immobilienwirtschaft zu konzentrieren. Als angehende/r Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau können Sie sich entweder auf die Entwicklung und den Vertrieb von Bauprojekten (Bauträger), die Vermittlung von Immobilien (Makler) oder die Betreuung bestehender Objekte (Verwalter) spezialisieren. Diese frühzeitige Weichenstellung bereitet Sie optimal auf die jeweiligen Herausforderungen und Aufgabenfelder vor, sodass Sie nach Abschluss der Ausbildung direkt in Ihr gewünschtes Berufsfeld einsteigen können.

Kernaufgaben in der Immobilienvermittlung und -vermarktung

Immobilienkaufleute übernehmen vielfältige Aufgaben, die von der Akquise bis zum Vertragsabschluss reichen. Sie suchen, vermitteln, kaufen und verkaufen unterschiedliche Objekte wie Einfamilienhäuser, Zinshäuser und Wohnungen. Ihre Tätigkeit umfasst das Schalten von Inseraten in Print- und Onlinemedien, die Durchführung von Besichtigungen sowie Verkaufsgesprächen und das Aufsetzen von Miet- und Kaufverträgen. Ebenso erstellen und präsentieren sie Finanzierungskonzepte und verhandeln Konditionen sowie Preise, um für alle Parteien optimale Ergebnisse zu erzielen.

Objektakquise und Marktanalysen

Zunächst suchen Sie aktiv nach geeigneten Objekten wie Einfamilienhäusern, Zinshäusern und Wohnungen. Dies erfordert fundierte Marktkenntnisse, um potenzielle Immobilien zu identifizieren und deren Wert korrekt einzuschätzen.

Marketingstrategien in Print- und Onlinemedien

Danach schalten Sie gezielte Inserate in Print- und Onlinemedien, um die Objekte einem breiten Publikum vorzustellen. Eine ansprechende Präsentation ist hierbei entscheidend.

Weiterhin sind Sie dafür verantwortlich, überzeugende und aussagekräftige Anzeigen zu erstellen, die potenzielle Käufer oder Mieter ansprechen. Dies beinhaltet die Auswahl relevanter Medienkanäle und die strategische Platzierung Ihrer Angebote, um die Reichweite zu maximieren und die richtigen Interessenten zu erreichen.

Durchführung professioneller Besichtigungstermine

Anschließend führen Sie professionelle Besichtigungen durch, bei denen Sie die Vorzüge der Immobilien hervorheben und Fragen beantworten.

Zusätzlich zu den eigentlichen Besichtigungen obliegt es Ihnen, umfassende Informationen über die Objekte bereitzustellen und ein positives Erlebnis für die Interessenten zu schaffen. Dies erfordert eine sorgfältige Vorbereitung und die Fähigkeit, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen, um das Vertrauen der potenziellen Kunden zu gewinnen.

Vertragswesen und Verhandlungsführung

Schließlich setzen Sie Miet- und Kaufverträge auf und verhandeln Konditionen sowie Preise, um den Abschluss erfolgreich zu gestalten.

Ferner erstellen und präsentieren Sie detaillierte Finanzierungskonzepte, die auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. Ihre Fähigkeit, präzise und faire Konditionen sowie Preise zu verhandeln, ist entscheidend, um sowohl für Käufer/Mieter als auch für Verkäufer/Vermieter zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen und rechtlich einwandfreie Verträge aufzusetzen.

Immobilienmakler-Lehrberuf: Kundenbetreuung und administratives Management

Als angehende/r Immobilienmakler/in umfasst ein wesentlicher Teil Ihrer Arbeit die umfassende Betreuung von Kundinnen und Kunden. Dies beinhaltet die professionelle Beratung, die effiziente Bearbeitung von Anfragen und die präzise Erteilung von Auskünften. Sie agieren als zentrale Anlaufstelle und sind maßgeblich für die Zufriedenheit Ihrer Klientel verantwortlich.

Professionelles Anfragen- und Beschwerdemanagement

Dabei bearbeiten Sie Anfragen und Beschwerden stets professionell. Ihre Fähigkeit, schnell und lösungsorientiert zu reagieren, ist entscheidend. Sie stellen sicher, dass alle Kundenanliegen zeitnah und zu ihrer vollen Zufriedenheit bearbeitet werden.

Datenbankpflege und Verwaltung von Kundenakten

Ferner betreuen Sie Kundenkarteien mittels modernster Datenbankprogramme. Ihre präzise Arbeitsweise gewährleistet die Aktualität und Vollständigkeit aller Daten. Dies ist essenziell für einen reibungslosen Ablauf im Tagesgeschäft.

Überdies sind Sie für die sorgfältige Pflege der Datenbankprogramme verantwortlich, welche die Kundenkarteien enthalten. Dies schließt die regelmäßige Aktualisierung von Kontaktdaten, Präferenzen und Kommunikationshistorien ein. Eine exakte Datenverwaltung ist die Grundlage für eine personalisierte und effiziente Kundenansprache.

Terminkoordination und Korrespondenz

Zudem erledigen Sie den gesamten Telefon-, E-Mail- und Schriftverkehr. Sie koordinieren Besprechungen zwischen Maklern, Verwaltern und Auftraggebern und führen präzise Protokolle sowie Terminkalender.

Des Weiteren übernehmen Sie die komplette Koordination von Terminen und die Abwicklung der Korrespondenz. Sie sind die Schnittstelle, die Besprechungen zwischen Maklern, Verwaltern und Auftraggebern effizient organisiert. Die Protokollführung und die Verwaltung der Terminkalender liegen ebenfalls in Ihrem Verantwortungsbereich.

Immobilienmakler Lehrberuf: Kaufmännische Verwaltung und Betriebswirtschaft

Ihre Rolle als Immobilienkaufmann oder -frau umfasst weitreichende kaufmännische Verantwortlichkeiten, die für den Erfolg eines Immobilienunternehmens unerlässlich sind. Sie sind maßgeblich für die Buchführung, Kostenrechnung, Kalkulation und das Controlling zuständig. Dadurch gewährleisten Sie die finanzielle Transparenz und Stabilität. Ihre Expertise erstreckt sich auch auf die detaillierte Auswertung betriebsspezifischer Kennzahlen, die für strategische Entscheidungen von großer Bedeutung sind.

Kalkulation von Mieten und Betriebskosten

Als Immobilienkaufmann/-frau führen Sie präzise Berechnungen zu Mieten, Kaufpreisen, Betriebskosten und Abgaben durch. Diese genauen Kalkulationen sind entscheidend für eine faire und marktgerechte Preisgestaltung, die sowohl für Eigentümer als auch für Mieter attraktiv ist.

Buchhaltung und betriebliches Rechnungswesen

Ferner sind Sie für die gesamte Buchführung und Kostenrechnung verantwortlich. Sie stellen sicher, dass alle finanziellen Transaktionen korrekt erfasst und dokumentiert werden. Dies umfasst die Pflege der Bücher und die Erstellung von Finanzberichten.

Ebenso obliegt Ihnen die Verantwortung für das Controlling, welches die Überwachung und Steuerung der Unternehmensziele umfasst. Sie analysieren Kostenstrukturen und Ertragsquellen, um die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens kontinuierlich zu optimieren. Ihre Arbeit ermöglicht eine fundierte Entscheidungsfindung und trägt maßgeblich zur finanziellen Gesundheit des Betriebs bei.

Zahlungsverkehr und Forderungsmanagement

Schließlich kontrollieren Sie Zahlungseingänge und wickeln den gesamten Zahlungsverkehr ab. Dazu gehören auch Behörden-, Bank- und Versicherungsangelegenheiten, die eine reibungslose Geschäftstätigkeit gewährleisten.

Des Weiteren stellen Sie sicher, dass alle Rechnungen pünktlich bezahlt werden und überwachen offene Forderungen. Sie sind die zentrale Anlaufstelle für die Koordination mit Banken, Versicherungen und Behörden, was eine effiziente und gesetzeskonforme Abwicklung aller finanziellen und administrativen Prozesse garantiert.

Objektverwaltung und technisches Facility Management

Überdies umfasst Ihre Rolle als Immobilienmakler-Lehrling auch die Unterstützung bei der umfassenden Verwaltung von Immobilien. Sie wirken aktiv bei wohnbaulichen Sanierungsmaßnahmen mit, was ein tiefes Verständnis für Bauprozesse und Instandhaltung erfordert. Für Eigentümer holen Sie Angebote von verschiedenen Handwerksbetrieben für notwendige Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten ein und koordinieren deren Beauftragung.

Instandhaltungsmanagement und Handwerkerkoordination

Ferner sind Sie dafür zuständig, im Auftrag der Eigentümer Angebote von Handwerksbetrieben für Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten einzuholen. Anschließend beauftragen Sie diese Betriebe, um eine reibungslose Abwicklung der Arbeiten sicherzustellen.

Dokumentation und Verwaltung von Bestandsobjekten

Des Weiteren führen Sie detaillierte Aufzeichnungen über alle Bestandsobjekte in speziellen Verwaltungsprogrammen. Diese präzise Dokumentation ist unerlässlich. Umfassend pflegen Sie in Ihrer Funktion als zukünftiger Immobilienmakler-Lehrling genaue und detaillierte Aufzeichnungen über sämtliche Bestandsobjekte. Dies geschieht mithilfe spezieller Verwaltungsprogramme, die eine effiziente und nachvollziehbare Dokumentation ermöglichen. Diese akribische Datenerfassung ist grundlegend für eine transparente Objektverwaltung und dient als wichtige Informationsquelle für Eigentümer und weitere Beteiligte.

Immobilienmakler Lehrberuf: Arbeitsmittel, technologische Ausstattung und rechtlicher Rahmen

Einsatz moderner Kommunikations- und Softwarelösungen

Ihre tägliche Arbeit erfordert den Einsatz von Computern, Internet, Office-Software und speziellen Immobilienverwaltungsprogrammen. Die Kommunikation erfolgt über Telefonanlagen, Mobiltelefone, Videotelefonie wie Skype und Messengerdienste, um stets erreichbar zu sein.

Rechtliche Grundlagen: Mietrecht und Vertragsgestaltung

Unabdingbar ist die Anwendung facheinschlägiger Gesetzestexte. Sie müssen Mietrechtsverordnungen und das Vertragsrecht beherrschen, um rechtssicher agieren zu können.

Des Weiteren sind Sie als angehender Immobilienmakler dazu angehalten, sich umfassend mit den rechtlichen Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen. Dies beinhaltet nicht nur das Verständnis von Mietrechtsverordnungen, die die Rechte und Pflichten von Mietern und Vermietern regeln, sondern auch ein tiefgehendes Wissen im Vertragsrecht. Sie werden täglich mit der Erstellung und Prüfung von Kauf-, Miet- und Pachtverträgen konfrontiert sein, weshalb die präzise Anwendung dieser Gesetzestexte für Ihre berufliche Praxis von größter Bedeutung ist.

Aus- und Weiterbildung sowie akademische Perspektiven

Curriculare Schwerpunkte der Fachausbildung

Ihre Ausbildung als Immobilienmakler umfasst eine breite Palette an essenziellen Fächern. Sie erwerben fundiertes Wissen in Immobilienwirtschaft, Recht, BWL, Rechnungswesen, Marketing und Kundenberatung, um Sie optimal auf die Anforderungen des Berufs vorzubereiten.

Weiterbildungsmöglichkeiten und Spezialisierungen

Zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten stehen Ihnen offen, um Ihre Kenntnisse zu vertiefen. Diese werden durch anerkannte Institutionen wie das WIFI, das BFI oder auch innerbetrieblich angeboten.

Des Weiteren können Sie sich durch spezifische Kurse und Zertifikate in Bereichen wie Immobilienbewertung, Facility Management oder nachhaltigem Bauen spezialisieren. Solche Weiterbildungen eröffnen Ihnen neue Karrierewege und ermöglichen es Ihnen, auf dem dynamischen Immobilienmarkt stets wettbewerbsfähig zu bleiben und Ihre Expertise zu erweitern.

Der Weg zum Studium: Matura-Nachholung und akademische Grade

Für den Zugang zu Hochschulen bestehen diverse Optionen. Sie können die Matura über die Berufsreifeprüfung („Lehre mit Matura“) oder durch Aufbaulehrgänge an Handelsakademien nachholen.

Alternativ ist ein Studium an Fachhochschulen oder Universitäten auch ohne Matura möglich. Hierfür stehen Ihnen die Studienberechtigungsprüfung oder die Möglichkeit offen, durch einschlägige Berufserfahrung in Kombination mit Zusatzprüfungen die notwendigen Voraussetzungen zu erfüllen und somit akademische Grade zu erlangen.

Fazit: Immobilienmakler Lehrberuf 

Als angehender Immobilienmakler arbeiten Sie im Team mit Fachkräften in Immobilienbüros oder Hausverwaltungen. Sie agieren als zentrale Schnittstelle zwischen Mietern, Käufern, Verkäufern, Behörden und Banken. Ihr Erfolg basiert auf der ständigen Vertiefung von Fachwissen, Methodenkompetenz und sozialen Fähigkeiten, um stets den aktuellen Branchenentwicklungen gerecht zu werden.

FAQ – Immobilienmakler-Lehrberuf

Welche Ausbildung brauche ich als Immobilienmakler?

Eine gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung zum Immobilienmakler gibt es in Deutschland nicht. Sie müssen also keinen bestimmten Ausbildungsabschluss oder ein Studium vorweisen, um in diesem Beruf tätig zu werden. Wichtig ist jedoch, dass Sie eine Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO beantragen, wenn Sie selbstständig als Immobilienmakler arbeiten möchten. Diese Erlaubnis wird in der Regel nur erteilt, wenn keine relevanten Vorstrafen oder ungeordnete Vermögensverhältnisse vorliegen. Zusätzlich besteht eine Weiterbildungspflicht, damit Sie Ihr Fachwissen regelmäßig aktualisieren. Auch wenn keine klassische Ausbildung vorgeschrieben ist, sind Kenntnisse in Immobilienrecht, Verkauf, Bewertung, Finanzierung, Kommunikation und regionaler Marktanalyse bedeutungsvoll, um professionell und vertrauenswürdig arbeiten zu können.

Wie lange dauert die Ausbildung als Makler?

Wenn Sie den klassischen Ausbildungsweg über die Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau wählen, dauert diese in der Regel drei Jahre. Die Ausbildung findet dual statt, also sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Ausbildungszeit verkürzt werden, zum Beispiel bei guten Leistungen oder einem höheren Schulabschluss. Wenn Sie hingegen direkt als Immobilienmakler tätig werden möchten, gibt es keine festgelegte Ausbildungsdauer, da der Beruf nicht an eine bestimmte Berufsausbildung gebunden ist. In diesem Fall hängt die Dauer Ihrer Vorbereitung davon ab, wie intensiv Sie sich mit Themen wie Immobilienbewertung, Vertragsrecht, Verkaufsgesprächen, Vermarktung und Kundenberatung beschäftigen.

Wie viel Gehalt bekommt man als Immobilienmakler?

Das Einkommen als Immobilienmakler kann sehr unterschiedlich ausfallen. Es hängt davon ab, ob Sie angestellt oder selbstständig arbeiten, in welcher Region Sie tätig sind, wie viel Berufserfahrung Sie haben und wie erfolgreich Sie Immobilien vermitteln. In einer Festanstellung gibt es häufig ein monatliches Grundgehalt, das je nach Bundesland, Betrieb und Erfahrung variieren kann. In wirtschaftsstarken Regionen oder Großstädten sind die Verdienstmöglichkeiten oft höher, weil Immobilienpreise und Provisionen dort meist ebenfalls höher liegen. Selbstständige Immobilienmakler verdienen dagegen häufig provisionsabhängig. Das bedeutet: In erfolgreichen Monaten kann das Einkommen sehr hoch sein, in ruhigeren Phasen aber auch deutlich niedriger ausfallen. Deshalb sind ein gutes Netzwerk, starke Akquise, Marktkenntnis und Verhandlungsgeschick entscheidend.

Wie viel verdient man als Lehrling als Immobilienkaufmann?

Während der Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau erhalten Sie eine monatliche Ausbildungsvergütung. Diese steigt in der Regel mit jedem Ausbildungsjahr an. Im ersten Ausbildungsjahr liegt die Vergütung größtenteils niedriger, während sie im zweiten und dritten Jahr schrittweise zunimmt. Die genaue Höhe hängt vom Ausbildungsbetrieb, dem Bundesland und möglichen Tarifverträgen ab. Zusätzlich können Unterschiede zwischen privaten Unternehmen, Wohnungsbaugesellschaften oder größeren Immobilienunternehmen bestehen. Wichtig ist: Die Ausbildung vermittelt Ihnen nicht nur praktisches Wissen zur Vermietung, Verwaltung, Bewertung und Vermarktung von Immobilien, sondern schafft auch eine solide Grundlage für spätere Karrierewege in der Immobilienbranche.

Kann jeder Makler werden?

Grundsätzlich kann in Deutschland fast jeder Immobilienmakler werden, weil der Beruf nicht an eine bestimmte Ausbildung gebunden ist. Dennoch bedeutet das nicht, dass die Tätigkeit ohne Voraussetzungen möglich ist. Wenn Sie selbstständig als Immobilienmakler arbeiten möchten, benötigen Sie eine Erlaubnis nach § 34c GewO. Dafür prüft die zuständige Behörde unter anderem Ihre Zuverlässigkeit und Ihre wirtschaftlichen Verhältnisse. Außerdem sollten Sie fachlich gut vorbereitet sein, denn Immobiliengeschäfte betreffen oft hohe Vermögenswerte und wichtige Lebensentscheidungen. Kunden erwarten daher Seriosität, Marktkenntnis, rechtliches Grundwissen, Kommunikationsstärke und eine professionelle Beratung.

Verdienen Immobilienmakler viel Geld?

Immobilienmakler können gut verdienen, allerdings ist das Einkommen nicht automatisch hoch. Besonders bei selbstständigen Maklern hängt der Verdienst stark davon ab, wie viele Immobilien erfolgreich vermittelt und welche Verkaufspreise erzielt werden. Da häufig Provisionen eine wichtige Rolle spielen, kann das Einkommen stark schwanken. In Monaten mit erfolgreichen Abschlüssen sind hohe Einnahmen möglich, während in anderen Monaten weniger oder gar keine Provisionen entstehen. Angestellte Immobilienmakler haben oft mehr Planungssicherheit, verdienen dafür aber je nach Modell möglicherweise weniger provisionsabhängig. Wer dauerhaft erfolgreich sein möchte, braucht neben Verkaufstalent auch Marktkenntnis, Ausdauer, Vertrauen bei Kunden und eine gute Vermarktungsstrategie.

Welchen Abschluss braucht man als Makler?

Für die Tätigkeit als Immobilienmakler ist kein bestimmter Schulabschluss gesetzlich vorgeschrieben. Sie können also grundsätzlich auch ohne Abitur oder spezielle Ausbildung in diesen Beruf einsteigen, sofern Sie die gewerberechtlichen Voraussetzungen erfüllen. Für eine Ausbildung zum Immobilienkaufmann oder zur Immobilienkauffrau wird jedoch häufig mindestens ein mittlerer Schulabschluss erwartet. Ein Abitur oder Fachabitur kann bei Bewerbungen vorteilhaft sein, besonders bei größeren Unternehmen oder anspruchsvollen Ausbildungsplätzen. Wichtiger als der reine Abschluss sind jedoch persönliche Eigenschaften wie Kommunikationsfähigkeit, Zahlenverständnis, Zuverlässigkeit, Verhandlungsgeschick und Interesse am Immobilienmarkt.

Ist es schwer, Börsenmakler zu werden?

Börsenmakler ist ein anderer Beruf als Immobilienmakler und hat mit dem Immobilienmarkt nur indirekt zu tun. Wenn Sie Börsenmakler werden möchten, benötigen Sie in der Regel sehr gute Kenntnisse in Finanzmärkten, Wertpapieren, Wirtschaft, Risikoanalyse und Dateninterpretation. Häufig ist ein Studium im Bereich Wirtschaft, Finanzen, oder Mathematik oder ein ähnlicher Hintergrund hilfreich. Zusätzlich können bestimmte Prüfungen, Zulassungen oder interne Qualifikationen erforderlich sein. Der Beruf gilt als anspruchsvoll, weil Entscheidungen oft unter Zeitdruck getroffen werden und finanzielle Risiken eine große Rolle spielen. Für den Einstieg als Immobilienmakler sind diese Anforderungen jedoch nicht notwendig.

Was sind die Voraussetzungen für einen Immobilienmakler?

Die wichtigste formale Voraussetzung für selbstständige Immobilienmakler ist die Erlaubnis nach § 34c GewO. Dafür müssen Sie bei der zuständigen Behörde nachweisen, dass Sie zuverlässig sind und keine schwerwiegenden wirtschaftlichen oder rechtlichen Hindernisse vorliegen. Eine bestimmte Ausbildung ist nicht vorgeschrieben, dennoch sollten Sie sich umfassend vorbereiten. Besonders wichtig sind Kenntnisse in Immobilienbewertung, Miet- und Kaufrecht, Grundbuch, Finanzierung, Objektvermarktung, Kundenberatung und Verhandlung. Außerdem besteht eine gesetzliche Weiterbildungspflicht. Je besser Sie fachlich aufgestellt sind, desto professioneller können Sie Eigentümer, Käufer, Mieter oder Investoren begleiten.

Was ist besser, ein Makler oder ein Agent?

Ob ein Makler oder ein Agent besser ist, hängt vom jeweiligen Land, vom Aufgabenbereich und von der konkreten Qualifikation der Person ab. Im deutschen Sprachgebrauch wird meist der Begriff „Immobilienmakler“ verwendet. Ein Makler vermittelt Immobilien zwischen Eigentümern und Interessenten und begleitet den Verkaufs- oder Vermietungsprozess. Der Begriff „Agent“ wird eher international genutzt und kann je nach Markt etwas andere Bedeutungen haben. Entscheidend ist daher weniger die Bezeichnung als die fachliche Kompetenz, Erfahrung, Marktkenntnis und Vertrauenswürdigkeit. Für Sie ist wichtig, dass die Person transparent arbeitet, gut erreichbar ist, realistische Einschätzungen gibt und den gesamten Prozess professionell begleitet.

Quelle:

Immobilienmarkt verstehen & Fehler vermeiden; Der sichere Weg zur eigenen Immobilie als Kapitalanlage mit echten Fallstudien und Strategien aus 25 Jahren Praxis; Von Marcus Tröger: ISBN: 9783690920162, 3690920167

Die Ausbildung Zum Immobilienkaufmann / Zur Immobilienkauffrau; Ein Ratgeber und Wegweiser; Von Matthias Groo · 2016; ISBN: 9781540554970, 154055497X

Maklerbuch; Ausbildung-Weiterbildung; 2018; ISBN: 9783752850161, 3752850167

Immobilienmakler-Lehrberuf im Überblick: Ausbildung und Tätigkeiten

Alles zum Immobilienmakler-Lehrberuf: Ausbildung, Aufgaben, Spezialisierungen und Karrierechancen.

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